Madagaskar #zwei

Nach 18 Tagen bei IRIS-Ministries sind wir in ein riesiges neues Haus umgezogen am anderen Ende der Stadt. Großes Haus, aber kein fließendes Wasser 😀 Für Dusche und Toilette musste Wasser in Eimern ins Badezimmer gebracht werden.  Man hat Pech gehabt, wenn der Vorgänger es nicht aufgefüllt hat. Für heißes Wasser braucht man den Wasserkocher, der als Allrounder  für Dusche und Küche benutzt wurde, mit 18 Leuten+ Mattea nicht immer einfach.

Da wir viele verschiedene Projekte hatten und nur ein Auto haben wir uns viel abgewechselt und die Daheimgebliebenen haben sich getroffen um  Lobpreis zu machen, für Gebet, Andacht und Hausputz. Außerdem haben wir bei den Einheimischen in der Umgebung unseren Lebensmitteleinkauf getätigt. Die Umgebung ist sehr hügelig und so war das Einkaufen ein längerer und sportlicher Prozess.

Wir haben eine Zeitlang täglich an der lokalen Grundschule ein Kinderprogramm gemacht, das ging auch ohne Auto. Dann gab es ein Frauen&Männer Gefängnisarbeit, da konnte ich leider nie dabei sein, weil es schon um 6 Uhr morgens los ging und ich mit Mattea sowieso nicht rein durfte. Ebenfalls um 6 Uhr ging es für die Leute zur Erwachsenen-Englisch-Schule los, dort lernen Madagassen Englisch. Zwei Mal in der Woche sind wir zu einer Grundschule in der Stadt gefahren, die von koreanischen Missionaren gegründet wurde. Das Kinderprogramm dort hat sehr viel Spaß gemacht und Mattea ist überall ein Highlicht. Die Menschen finden sie total süß und sagen, sie sieht aus wie ein kleiner Teig, weil sie so weiß ist. Drei Mal wöchentlich haben wir die „Compassion Ministry“ unterstützt, d.h. wir sind in verschiedene Krankenhäuser gegangen, haben für Kinder gebetet, mit ihnen gesungen und Bananen mitgebracht. Die Menschen hier müssen für den Krankenhausaufenthalt komplett selber aufkommen und sich auch selber ums Essen kümmern, das ist nicht einfach für die Familien und nicht selten ein Grund das Krankenhaus noch krank wieder zu verlassen. Zwischendurch haben wir verschiedene Jugendtreffs und Gemeinden besucht und auch mal eine Gruppe bei uns Zuhause bewirtschaftet.

Letzte Woche waren wir spontan (alle außer dem Dschungel Team) auf einem Kurztrip in Antsirabe. Die angekündigten 3-4 h Autofahrt von Ilafy in Antananarivo aus wurden  zu 9h. Wir hatten eine Reifenpanne und es war viel los auf den „Straßen“. Übernachtet haben wir in einem Kloster, ein Gelände wo alle Räume einzeln von draußen zugänglich waren. Geschlafen haben wir Damen in einem Zimmer mit Metall-Doppelstockbetten und Stroh-in-Plastiksack-Matratzen. Mattea hatte ihr gewohntes Reisebett und ein Moskitonetz, was uns einigermaßen ruhige Nächte bereitet hat. Heißes Wasser und Toilettenspülung haben wir natürlich nicht gehabt. Der nächste Tag war ziemlich vollgepackt. Vormittags haben wir Programm in einem SOS Kinderdorf gemacht, mittags einen Snack gehabt und nachmittags waren wir auf einem Museums-Missionars-Gelände, haben dort eine Führung bekommen. Anschließend waren wir Teil einer Jugendgruppe in der Stadt, was sehr fröhlich, laut und musikalisch war. Mattea lässt sich zum Glück von Musik wenig beeindrucken, wenn sie müde ist. Am nächsten Tag ging es um 5 Uhr früh zurück nach Antananarivo, zum Glück diesmal nur 5h Autofahrt, dafür einige kranke Mitfahrer.

Mattea und ich freuen uns, wieder Zuhause zu sein und vor allem, dass der Papa wieder bei uns, trotz Bart hat Mattea ihren Papa nach kurzem Zögern wieder tief in ihr Herz geschlossen.

Unsere Taschen- Rucksäcke-Koffer sind gepackt, um Mitternacht geht es auf ins nächste Abenteuer!

Nächster Bericht kommt voraussichtlich erst im September, wenn wir zurück in Südafrika sind.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s