Ladies on Tour

Hallo liebe Familie und Freunde,

heute wieder Neuigkeiten von unserer Frauenarbeit “Hope Women”.

Zunächst sind wir begeistert, dass wir vergangene Woche eine weitere Frau und mehrfache Mutter in eine Drogenreha begleiten durften, ist Gott nicht gut? Wir haben endlich eine Einrichtung gefunden, die auch die Kinder mit aufnehmen, sodass sie nicht durch eine längere Trennung von ihrer Mutter ein weiteres Trauma erleben.

Danke für alle die uns im Gebet unterstützen und auch für unsere erste kleine “mini Freizeit” mit unseren Frauen am vergangenen Wochenende gebetet haben . Es war eine enorm ermutigende Zeit für die Teilnehmer sowie Mitarbeiter.

Das Wochenende stand unter dem Motto ” Wiederherstellung”, wir haben über Lebenslügen gesprochen, die uns das Leben schwer machen, unsere Identität verschleiern und uns davon abhalten unser ganzes Potential auszuschöpfen.

Eine besondere Überraschung für die Frauen waren auch die persönlichen Briefe mit den Bibelversen und Eindrücken von allen die im Vorfeld für die Frauen gebetet haben, das hat sie sehr bewegt. vielen Dank das ihr auf so wunderbare Weise zum Segen geworden seid.

Wir haben unsere Zeit mit Gebet und Lobpreis, einem Gottesdienstbesuch, leckerem Essen, Gemeinschaft und guten Gesprächen verbracht. Es war eine wunderbares Wochenende, das wohl keiner mehr vergessen wird.

Hier ein paar Eindrücke in Bildern.

Advertisements

Ein Neubeginn

In folgendem Video beschreibt einer unserer Männer wie in den vergangenen Monaten sein Leben umgekrempelt wurde. Wie viele Leute aus den Townships in Südafrika war Keith Jahrzehnte lang gefangen in Drogenabhängigkeit und Hoffnungslosigkeit. Ein großer Teil seines Alltages bestand darin, sein nächstes “High” zu ermöglichen, wofür er alles verkaufte, was er irgendwo auftreiben konnte. Im vergangenen Jahr wurde im klar, dass er einen Neubeginn braucht, nahm an unseren Männerabenden Teil, besuchte eine Drogenreha und fand schließlich einen Job. Aber seht selbst:

Initiative, die den Unterschied macht

Vor drei Jahren haben wir als HOSA eine Spende von 20 Computern erhalten, weil ein Schweizer Lehrer die Initiative ergriff und die ausgemusterten Computer seiner Berufschule in St.Gallen für einen guten Zweck weitergeben wollte. Seitdem können wir regelmäßig Computer- und Job-Readiness-Kurse für Erwachsene sowie Leseprogramme für die Kinder anbieten.

Verantwortung und Initiative ergriffen auch einige Geschäftsleute für ihre Nachbarschaft in Bonnievale. Das kleine Städtchen liegt mitten in der berühmten Weinregion des Westkaps, gut zwei Stunden von Kapstadt. Arbeitslosigkeit, Alkohol- und Drogenprobleme und schlechte Bildung sind einige Herausforderungen der strukturschwache Farmregion. Diese Schwierigkeiten wollen eine Gruppe von Unternehmern, allen voran Philip Jonker, Besitzer des Weltevrede Wine Estates, durch ein Schulprojekt bekämpfen. Letztes Jahr besuchten wir als HOSA diese Schule bereits als sie noch in der Bauphase war und lernten einige der Verantwortlichen kennen. Es ist erstaunlich, wie diese Initiative innerhalb kürzester Zeit durch Großzügigkeit, Fleiß und Teamwork eine Berufsschule auf die Beine gestellt hat, die einmalig in Südafrika ist und diese Region verändern wird.
Hier ein Video über die Jakes-Gerwel-Schule in Bonnievale:

Vergangene Woche hatten wir die Möglichkeit, zumindest einen kleinen Beitrag dazu zu leisten. Da die Schweizer Berufschule ca. 150 ihrer Computer ersetzte, konnten wir Daniel, den Schweizer Lehrer, mit verschiedenen Projekten in Verbindung bringen um die gespendeten Computer zu vermitteln, unter anderem an die Berufschule in Bonnievale. Dorthin lieferten wir die PCs und gemeinsam mit ihm und ein paar seiner Kollegen halfen wir die Computer zu installieren. Dank des Einsatzes der Initiatoren kann nun an einer erstklassigen Berufschule Computergrundlagen und Grafikdesign unterrichtet werden.

Babyalarm

Schon kurz nach unserer Rückkehr hat mich eine Arbeitskollegin gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihr einen Schwangerschaftsvorbereitungskurs im Township anzubieten. Das hat mich irgendwie direkt gepackt und ich wusste, dass ist jetzt  dran. Natürlich sind wir keine ausgebildeten Hebammen, aber selbst Mamas. Wir haben keine Zeit verschwendet und gleich in der nächsten Woche losgelegt. Mittlerweile sind 2 der 6 Babys schon geboren.  Unsere jüngste Teilnehmerin ist erst 14 Jahre alt, eigentlich selbst noch ein Kind. Wir hoffen durch die liebevolle Atmosphäre und Aufklärung sämtlicher Sachverhalte (wie z.b. Empfängnis, Gesundheit, Schwangerschaft, Geburt, Stillen) den Mädchen zu mehr Selbstbestimmung und Würde zu verhelfen.
Außer der Theorie haben wir auch jede Menge Spaß und interaktive Unterhaltung . Gerade basteln wir ein dortMobile für das  Baby, um das Bonding von Mama und Kind jetzt schon anzustoßen. Die Kinder sind alle nicht geplant und werfen die jungen Frauen daher ganz schön aus dem Leben, da ist die positive Annahme nicht selbstverständlich. Auch die anstehende Geburt und was danach kommt ist mit großen Ängsten verbunden. Wir beten, dass die Befürchtungen immer kleiner werden und die Vorfreude auf das Kind immer mehr zunimmt und Zukunftsperspektiven geschaffen werden.

Fakt ist leider das (in den Townships wie 7de Laan) nur eine verschwindend geringe Anzahl von Mädchen den Schulabschluss schaffen ohne vorher schwanger zu werden. In 7de Laan selbst gibt es momentan gar kein Mädchen  das nicht schwanger ist und einem Schulabschluss nahe wäre. Das ist eine sehr traurige Bilanz. Kinder sind ja eigentlich kein Problem, sondern etwas wunderbares, aber ihre Chance auf ein würdiges Leben sind dort sehr gering. Lernbehinderungen und ähnliches tauchen natürlich ungleich häufiger auf. Wir hoffen das es in 7de Laan und den umliegenden Townships mehr erfolgreiche Schulabschlüsse, Berufsausbildung und intakte Familien geben wird.

Das Highlight wart IHR

Ein riesengroßes DANKESCHÖN an ALLE, die unsere Zeit in Deutschland einmalig und unvergesslich gemacht haben.
Wir haben so tolle Sachen erlebt, vom Winterwunderland  im Allgäu, T-shirt Wetter Ende Februar in Duisburg, gefolgt von vielen Regenspaziergängen zum Spielplatz…  Aber das Highlight wart IHR. Danke für alle tollen Gespräche, die vielen Einladungen und leckeres Essen. DANKE an ALLE, die ihr Haus mit unserer lauten Chaosbande geteilt haben.
Es war ganz wunderbar viele alte Freunde und einige neue Gesichter zu sehen und kennenzulernen. Danke für alle Gebete, Ermutigung und liebe Worte. Obwohl wir so viele Wochen in Deutschland waren, hatten wir nicht die Möglichkeit Euch alle zu treffen, aber hoffentlich beim nächsten Mal. Bis dahin könnt ihr uns gerne eine Mail oder Whatsapp schreiben. Unter Kontakt findet ihr die Adresse.
Wir sind gut in Kapstadt gelandet und müssen uns jetzt erstmal wieder einleben haben wir gedacht…und eigentlich wollten wir bis Montag warten mit der Rückkehr in den Arbeitsalltag , aber als Missionar ist das Leben nicht zu trennen von Familie und Arbeit 🙂
Es ist schön zu wissen, das wir auch hier vermisst worden sind.

Life is live und wir sind mittendrin!

 

Der Countdown läuft

Mattea und Jael sind schon lange aufgeregt, bald können sie Oma und Opa besuchen. Ob wir denn heute die Koffer packen und wann wir mit dem Flugzeug fliegen, wollen sie eigentlich täglich wissen. In 5 Tagen ist es dann endlich soweit. Die Koffer sind teilweise gepackt ( und von den Kindern wieder ausgepackt ;D). Gefühlt ist alles im Chaos…aber am Ende klappt ja meistens doch alles irgendwie.

Nach längerem Hin und Her und der Frage, wann und ob unsere Visa Verlängerung nun kommt, haben wir es dann doch geschafft Flüge zu buchen und die Planung konnte beginnen.

2018 war nicht unbedingt ein einfaches Jahr für uns, es gab viele Herausforderungen und Veränderung. Die schönste Veränderung war auf jeden Fall die Geburt unseres Sohnes Benaja Ende Juni. Da er nur leider, wie seine Schwestern vor ihm, einige gesundheitliche Schwierigkeiten hatte, mussten alle zurückstecken und vieles ist liegen geblieben, darunter auch die regelmäßige Aktualisierung des Blogs. Das macht es jedoch nur noch spannender euch in den nächsten Wochen auf unserer Deutschlandreise persönlich zu treffen und sich über die vergangenen Monaten auszutauschen.

Wir sind total gespannt auf die bevorstehenden Wochen und würden uns freuen viele alte und neue Freunde zu treffen.
Habt ihr Lust uns auf einen Kaffee zu treffen oder möchtet uns in euren Hauskreis o.ä. ähnliches einladen schreibt uns doch eine Email oder Whatsapp.
Den Kontakt findet ihr, sofern nicht vorhanden, hier auf dem Blog.

2018 in Bildern

It’s time – Zeit zur Umkehr

Eines der schwerwiegensten Probleme Südafrikas und speziell Kapstadts ist die extrem hohe Kriminalität insbesondere in Verbindung mit Gang-Aktivitäten. Einige Stadtteile der sogenannten Cape Flats sind fest in den Händen der Gangs und leiden unter der Gewalt, Schießereien, Prostitution und dem Drogenhandel. Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit ist es, genau diese Gang-Mitglieder mit dem Evangelium zu erreichen. An unserem Männer-Hauskreis nehmen 15-20 Männer teil, von denen einige aus diesem Hintergrund kommen. Wir haben dabei schon erstaunliche Veränderungen durch Gottes Gnade erlebt. Durch die starken Zeugnisse, z.b. von erfolgreicher Drogenrehabilitation wächst die Offenheit in den Townships.

Ende März nahmen wir mit unserem Hauskreis an der größten Gebetsveranstaltung der Geschichte Kapstadts teil. Mehrere Zehntausend Menschen aus dem ganzen Land folgten dem Aufruf des bekannten südafrikanischen Predigers Angus Buchan unter dem Motto „It’s time“. In Zeiten zunehmender rassistischen und sozialen Spannungen war es sehr bewegend und ermutigend als Leib Christi für Erweckung und Versöhnung einzustehen. Ein besonderer Moment war es, als einige Gangmitglieder dem Aufruf zur Umkehr folgten, darunter einer unserer Männer. „Gang leaders are leaders, they are just going the wrong way”, war seine Botschaft. Um die Umkehr und die Nachfolge Jesu zu symbolisieren, schenkte Angus Buchan den (ehemaligen) Gangstern seine Bibel, seinen typischen Hut, Stiefel und Hemd. Sie sind nun dazu aufgerufen seinem Vorbild zu folgen, bewaffnet mit dem Wort Gottes, statt einer Pistole – und wir wollen sie dabei gerne begleiten.

Phöbe, Jo und Mattea